OGH 12Os132/66; 11Os101/70; 11Os171/96; 13Os150/02; 15Os15/03; 12Os137/04; 11Os5/06d; 12Os7/08h; 12Os11/08x; 11Os95/13z; 13Os43/17y; 13Os132/25y; 11Os16/26a (RS0099536)

OGH12Os132/66; 11Os101/70; 11Os171/96; 13Os150/02; 15Os15/03; 12Os137/04; 11Os5/06d; 12Os7/08h; 12Os11/08x; 11Os95/13z; 13Os43/17y; 13Os132/25y; 11Os16/26a17.3.2026

Rechtssatz

Zur Erleichterung der richtigen Auswertung vorhandener Beweisergebnisse ist ein Sachverständiger immer dann beizuziehen, wenn die richtige Auswertung vorhandener Beweisergebnisse von Fachkenntnissen abhängt, deren Vorliegen bei den Mitgliedern des erkennenden Senates nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann (zB Frage der Glaubwürdigkeit einer minderjährigen Zeugin bei einem Sexualdelikt).

Normen

StPO §281 Abs1 Z4 B

12 Os 132/66OGH10.08.1966
11 Os 101/70OGH10.09.1970
11 Os 171/96OGH10.12.1996

Vgl

13 Os 150/02OGH18.12.2002

Auch

15 Os 15/03OGH06.03.2003

Auch

12 Os 137/04OGH22.03.2005

Auch

11 Os 5/06dOGH31.01.2006

Vgl auch

12 Os 7/08hOGH21.02.2008

Vgl auch

12 Os 11/08xOGH13.03.2008

Vgl

11 Os 95/13zOGH23.07.2013

Auch

13 Os 43/17yOGH28.06.2017

Auch; Beisatz: Die Beurteilung der Zurechnungsfähigkeit kann zwar in abstracto ein besonderes Fachwissen erfordern. Ob insoweit in concreto ein Sachverständiger beizuziehen ist, muss aber stets anhand der Verfahrensergebnisse (§ 258 Abs 1 StPO) beurteilt werden. (T1)

13 Os 132/25yOGH07.01.2026

vgl; Beisatz: Die Beiziehung von Sachverständigen bei der Beurteilung von Verfahrensergebnissen (§ 258 Abs 1 StPO) setzt Umstände voraus, die bei den zur Beweiswürdigung berufenen Tatrichtern (§ 258 Abs 2 StPO) nicht vorhandene Fachkenntnis erfordern. (T2)

11 Os 16/26aOGH17.03.2026

vgl

Dokumentnummer

JJR_19660810_OGH0002_0120OS00132_6600000_002

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