VwGH Ro 2022/01/0010

VwGHRo 2022/01/001020.3.2025

Rechtssatz

Universitäten iSd UG dürfen nur für ordentliche Studien, gesetzlich bestimmte Universitätslehrgänge und individuelle Bachelor- und Masterstudien gesetzlich festgelegte akademische Grade verleihen. Auch in Bezug auf andere inländische postsekundäre Bildungseinrichtungen ist jeweils gesetzlich festgelegt, welche akademischen Grade diese Bildungseinrichtungen Absolventinnen und Absolventen welcher Studien und Hochschul- bzw. Universitätslehrgänge verleihen dürfen, so etwa in § 8 Abs. 1 PrivHG, BGBl. I Nr. 77/2020, für nach den Bestimmungen des HS-QSG akkreditierte Privathochschulen, in § 6 Abs. 2 FHG, BGBl. Nr. 340/1993 idF BGBl. I Nr. 77/2020, für Fachhochschulen, in § 35 Z 15 und Z 16 iVm § 64 Abs. 1 iVm § 65 Abs. 1 und 2 sowie § 65a Abs. 1 Hochschulgesetz 2005, BGBl. I Nr. 30/2006 idF BGBl. I Nr. 129/2017 bzw. BGBl. I Nr. 32/2018, für öffentliche Pädagogische Hochschulen. Ausgehend von dieser Regelungssystematik kann nur ein in Österreich gesetzlich festgelegter und in diesem Sinn staatlich anerkannter, von einer inländischen postsekundären Bildungseinrichtung verliehener akademischer Grad gemäß § 88 Abs. 1a erster Fall UG idF BGBl. I Nr. 20/2021 in öffentliche Urkunden eingetragen werden.

Normen

FHG 1993 §6 Abs2
HochschulG 2005 §35 Z15
HochschulG 2005 §35 Z16
HochschulG 2005 §64 Abs1
HochschulG 2005 §65 Abs1
HochschulG 2005 §65 Abs2
HochschulG 2005 §65a Abs1
PrivHG §8 Abs1
UniversitätsG 2002 §51 Abs2 Z10
UniversitätsG 2002 §51 Abs2 Z11
UniversitätsG 2002 §51 Abs2 Z14
UniversitätsG 2002 §51 Abs2 Z23
UniversitätsG 2002 §55 Abs4
UniversitätsG 2002 §87 Abs1
UniversitätsG 2002 §87 Abs2
UniversitätsG 2002 §88 Abs1a idF 2021/I/020

Dokumentnummer

JWR_2022010010_20250320J05

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