Rechtssatz
Ein Verkehrsteilnehmer, der eine Verkehrsfläche benützt, die überhaupt nicht befahren werden darf, kann sich nicht auf die Vorrangregel berufen.
| 2 Ob 92/77 | OGH | 26.05.1977 |
Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 184/76 |
| 2 Ob 67/78 | OGH | 11.05.1978 |
Beisatz: Befahren einer Einbahnstraße entgegen der zulässigen Richtung. (T1) |
| 8 Ob 168/80 | OGH | 06.11.1980 |
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1981/210 S 277 |
| 8 Ob 49/82 | OGH | 29.04.1982 |
Beis wie T1 |
| 2 Ob 68/81 | OGH | 19.10.1982 |
Vgl; Beisatz: Hier: Motorfahrrad fährt auf Radweg. (T2)<br/>Veröff: SZ 55/154 = ZVR 1984/107 S 103 |
| 8 Ob 267/82 | OGH | 27.01.1983 |
Auch; Beisatz: Hier: Fahren entgegen der zulässigen Richtung. (T3) |
| 2 Ob 165/06p | OGH | 21.09.2006 |
Auch; Beisatz: Der auf einer Nebenfahrbahn gegen die nach § 8 Abs 1 letzter Satz StVO zulässige Fahrtrichtung fahrende Fahrzeuglenker (hier: Radfahrer) kann sich nicht mit Erfolg auf seinen Vorrang stützen. (T4) |
| 2 Ob 197/13d | OGH | 19.12.2013 |
Beisatz: Hier: Alleinverschulden eines sich im Gleisbereich und auf Sperrfläche vorfahrenden Motorradfahrers gegenüber grundsätzlich benachrangter Radfahrerin. (T5) |
| 2 Ob 124/16y | OGH | 27.10.2016 |
Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt auch für einen Radfahrer, der entgegen § 68 Abs 1 StVO einen Gehsteig oder Gehweg in Längsrichtung befährt (so schon 2 Ob 100/14s ua). (T6) |
| 2 Ob 183/17a | OGH | 30.07.2018 |
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Anderes gilt, wenn er einen Gehsteig gemäß § 8 Abs 4 Z 1 StVO auf der hiefür vorgesehenen Stelle erlaubtermaßen überquert. (T7) |
| 2 Ob 16/24b | OGH | 20.02.2024 |
Beisatz: Hier: Befahren einer Sperrfläche. (T8) |
| 2 Ob 205/24x | OGH | 29.04.2025 |
Beisatz wie T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4<br/>Beisatz: Hier: Ein Fahrradfahrer fuhr auf einem Fahrradstreifen entgegen der mit Richtungspfeilen vorgegebenen Fahrrichtung. (T9) |
| 2 Ob 183/25p | OGH | 26.02.2026 |
vgl; Beisatz: Hier: Der Kläger befuhr einen Geh- und Radweg, der vor einer Kreuzung mit einer Gemeindestraße endete und nach der Kreuzung wieder begann. Eine Radfahrüberfahrt war nicht markiert. Der Lenker des Beklagtenfahrzeugs wollte von einer Gemeindestraße kommend in eine Bundesstraße einbiegen, wobei sich im Kreuzungsbereich das Zeichen „Vorrang geben“ befand. Dieser konnte den Geh- und Radweg aufgrund eines dichten Bewuchses und der Oberflächenbeschaffenheit nicht erkennen. Er durfte daher darauf vertrauen (§ 3 StVO), dass sich vor Erreichen der Bundesstraße im (aus seiner Annäherungsrichtung betrachtet) Querverkehr von rechts – also auf der linken Seite der Vorrangstraße – kein Fahrzeug nähern wird. (T10) |
Dokumentnummer
JJR_19740115_OGH0002_0080OB00266_7300000_001
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