Rechtssatz
Die Schuld im Sinne des § 32 Abs 1 StGB erhält ihr Maß nicht allein von der ablehnenden inneren Einstellung des Rechtsbrechers gegenüber den rechtlich geschützten Werten, sondern auch von der schuldhaft begangenen strafbaren Handlung, vom objektiven Gewicht der verschuldeten Tat und damit der Schwere der Rechtsgutbeeinträchtigung, die die Schuld umfaßt.
| 9 Os 68/77 | OGH | 21.06.1977 |
Veröff: EvBl 1977/270 S 669 |
| 11 Os 191/77 | OGH | 17.01.1978 |
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| 12 Os 106/82 | OGH | 23.09.1982 |
Vgl auch; Beisatz: Der (hier geringe) objektive Unrecht bestimmt das Maß der persönlichen Tatschuld (Einzeltatschuld) entscheidend mit. (T1) |
| 12 Os 44/85 | OGH | 25.04.1985 |
Vgl auch; Beisatz: Das Maß der strafbestimmenden Schuld wird wesentlich durch das objektive Gewicht der verschuldeten Tat konstituiert. (T2) |
| 13 Os 20/90 | OGH | 13.06.1990 |
vgl auch; Beisatz: Berücksichtigung des hohen Tatunwerts und der damit verbundenen Schwere der Rechtsgutbeeinträchtigung. (T3)<br/>Anm: Änderung des versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer T2 auf T3 - Februar 2026 |
Dokumentnummer
JJR_19770621_OGH0002_0090OS00068_7700000_001
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