Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 21.12.2012 eingearbeitet.
§ 0
Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial und Kernanlagen
Kurztitel
Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial und Kernanlagen
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 53/1989
Typ
Vertrag – Multilateral
§/Artikel/Anlage
Inkrafttretensdatum
21.01.1989
Außerkrafttretensdatum
22.10.2015
Unterzeichnungsdatum
22.12.1988
Index
59/07 Kernenergie
Langtitel
(Übersetzung)
ÜBEREINKOMMEN ÜBER DEN PHYSISCHEN SCHUTZ VON KERNMATERIAL
StF: BGBl. Nr. 53/1989 (NR: GP XVII RV 559 AB 744 S. 75 . BR: AB 3577 S. 507 .)
Änderung
BGBl. Nr. 93/1992 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. Nr. 218/1994 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 209/2002 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 153/2005 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 148/2008 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 185/2012 (K – Geltungsbereich Ü)
BGBl. III Nr. 16/2014 (K – Geltungsbereich Ü)
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
*Österreich III 209/2002 Ü *Afghanistan III 153/2005 Ü *Albanien III 209/2002 Ü *Algerien III 153/2005 Ü *Andorra III 148/2008 Ü *Antigua/Barbuda 218/1994 Ü *Äquatorialguinea III 153/2005 Ü *Argentinien 93/1992 Ü *Armenien 218/1994 Ü *Aserbaidschan III 153/2005 Ü *Australien 93/1992 Ü *Bahamas III 148/2008 Ü *Bahrain III 185/2012 Ü *Bangladesch III 153/2005 Ü *Belarus 218/1994 Ü *Belgien 93/1992 Ü *Bolivien III 209/2002 Ü *Bosnien-Herzegowina III 209/2002 Ü *Botsuana III 209/2002 Ü *Brasilien 53/1989 Ü *Bulgarien 53/1989 Ü, III 209/2002 Ü *Burkina Faso III 153/2005 Ü *Cabo Verde III 148/2008 Ü *Chile III 209/2002 Ü *China 93/1992 Ü *Costa Rica III 153/2005 Ü *Côte d’Ivoire III 185/2012 Ü *Dänemark 93/1992 Ü *Deutschland 93/1992 Ü *Deutschland/DDR 53/1989 Ü *Dominica III 153/2005 Ü *Dominikanische R III 185/2012 Ü *Dschibuti III 153/2005 Ü *Ecuador III 209/2002 Ü *El Salvador III 148/2008 Ü *Estland III 209/2002 Ü *Eswatini III 153/2005 Ü *EURATOM 93/1992 Ü *Fidschi III 148/2008 Ü *Finnland 93/1992 Ü *Frankreich 93/1992 Ü *Gabun III 148/2008 Ü *Georgien III 148/2008 Ü *Ghana III 153/2005 Ü *Grenada III 209/2002 Ü *Griechenland 93/1992 Ü *Guatemala 53/1989 Ü *Guinea III 148/2008 Ü *Guinea-Bissau III 185/2012 Ü *Guyana III 148/2008 Ü *Honduras III 153/2005 Ü *Indien III 209/2002 Ü *Indonesien 53/1989 Ü *Irland 93/1992 Ü *Island III 209/2002 Ü *Israel III 209/2002 Ü *Italien 93/1992 Ü *Jamaika III 148/2008 Ü *Japan 93/1992 Ü *Jemen III 148/2008 Ü *Jordanien III 185/2012 Ü *Jugoslawien 53/1989 Ü *Jugoslawien/BR III 209/2002 Ü *Kambodscha III 148/2008 Ü *Kamerun III 153/2005 Ü *Kanada 53/1989 Ü *Kasachstan III 148/2008 Ü *Katar III 153/2005 Ü *Kenia III 209/2002 Ü *Kolumbien III 153/2005 Ü *Komoren III 148/2008 Ü *Kongo/DR III 153/2005 Ü *Korea/R 53/1989 Ü *Kroatien 218/1994 Ü *Kuba III 209/2002 Ü *Kuwait III 153/2005 Ü *Laos III 185/2012 Ü *Lesotho III 185/2012 Ü *Lettland III 153/2005 Ü *Libanon III 209/2002 Ü *Libyen III 209/2002 Ü *Liechtenstein 53/1989 Ü *Litauen 218/1994 Ü *Luxemburg 93/1992 Ü *Madagaskar III 153/2005 Ü *Malawi III 16/2014 Ü *Mali III 209/2002 Ü *Malta III 153/2005 Ü *Marokko III 153/2005 Ü *Marshallinseln III 153/2005 Ü *Mauretanien III 148/2008 Ü *Mexiko III 209/2002 Ü *Moldau III 209/2002 Ü *Monaco III 209/2002 Ü *Mongolei 53/1989 Ü, 93/1992 Ü *Montenegro III 148/2008 Ü *Mosambik III 153/2005 Ü *Namibia III 153/2005 Ü *Nauru III 148/2008 Ü *Neuseeland III 153/2005 Ü, III 185/2012 Ü *Nicaragua III 153/2005 Ü *Niederlande 93/1992 Ü, III 148/2008 Ü, III 185/2012 Ü *Niger III 153/2005 Ü *Nigeria III 148/2008 Ü *Nordmazedonien III 209/2002 Ü *Norwegen 53/1989 Ü *Oman III 153/2005 Ü *Pakistan III 209/2002 Ü *Palau III 148/2008 Ü *Panama III 209/2002 Ü *Paraguay 53/1989 Ü *Peru III 209/2002 Ü *Philippinen 53/1989 Ü *Polen 53/1989 Ü *Portugal 93/1992 Ü *Ruanda III 148/2008 Ü *Rumänien III 209/2002 Ü *Russische F 218/1994 Ü, III 148/2008 Ü *Saudi-Arabien III 185/2012 Ü *Schweden 53/1989 Ü *Schweiz 53/1989 Ü *Senegal III 153/2005 Ü *Seychellen III 153/2005 Ü *Slowakei 218/1994 Ü *Slowenien 218/1994 Ü *Spanien 93/1992 Ü *St. Kitts/Nevis III 148/2008 Ü *St. Lucia III 185/2012 Ü *Südafrika III 148/2008 Ü *Sudan III 209/2002 Ü *Tadschikistan III 209/2002 Ü *Tansania III 148/2008 Ü *Togo III 148/2008 Ü *Tonga III 153/2005 Ü *Trinidad/Tobago III 209/2002 Ü *Tschechische R 218/1994 Ü *Tschechoslowakei 53/1989 Ü, 93/1992 Ü *Tunesien 218/1994 Ü *Türkei 53/1989 Ü *Turkmenistan III 153/2005 Ü *UdSSR 53/1989 Ü *Uganda III 153/2005 Ü *Ukraine 218/1994 Ü *Ungarn 53/1989 Ü, 93/1992 Ü *Uruguay III 153/2005 Ü *USA 53/1989 Ü *Usbekistan III 209/2002 Ü *Vereinigte Arabische Emirate III 153/2005 Ü *Vereinigtes Königreich 93/1992 Ü *Vietnam III 185/2012 Ü *Zentralafrikanische R III 148/2008 Ü *Zypern III 209/2002 Ü
Sonstige Textteile
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Anhängen I und II wird genehmigt.
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 185/2012)
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 22. Dezember 1988 beim Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 19 Abs. 2 mit 21. Jänner 1989 in Kraft.
Nach Mitteilungen des Generaldirektors der IAEO haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert:
Brasilien, Bulgarien, Deutsche Demokratische Republik, Guatemala, Indonesien, Jugoslawien, Kanada, Republik Korea, Liechtenstein, Mongolei, Norwegen, Paraguay, Philippinen, Polen, Schweden, Schweiz, Sowjetunion, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn und Vereinigte Staaten.
Nachstehende Staaten haben erklärt, daß sie sich durch die in Art. 17 Abs. 2 vorgesehenen Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten nicht als gebunden erachten:
Algerien, Argentinien, Aserbaidschan, Bahamas, Bahrain, Belarus, China, Deutsche Demokratische Republik, Guatemala, Indien, Israel, Katar, Republik Korea, Kuwait, Laos, Mosambik, Oman, Pakistan, Peru, Polen, Saudi-Arabien, Sowjetunion, St. Lucia, Spanien, Türkei, Vietnam, Zypern.
Folgende weitere Staaten bzw. Organisationen haben anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:
Österreich
Österreich hat gegen die Erklärung Pakistans mit Wirksamkeit vom 12. Oktober 2001 Einspruch erhoben, dabei aber dem In-Kraft-Treten des Übereinkommens zwischen Österreich und Pakistan nicht widersprochen.
Andorra:
Das Fürstentum Andorra benennt das Ministerium für Transport und Energie als zentrale Behörde und Kontaktstelle für das Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial.
Belarus
Belarus hat den von der ehemaligen Sowjetunion erklärten Vorbehalt erneuert.
Bulgarien
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 zurückgezogen mit BGBl. III Nr. 209/2002)
El Salvador:
Gemäß Art. 11 des Übereinkommens erachtet sich die Regierung der Republik El Salvador nicht an das Übereinkommen als Rechtsgrundlage für die Zusammenarbeit in Bezug auf Auslieferungen gebunden. Weiters erachtet sich die Regierung der Republik El Salvador nicht an Art. 17 des Übereinkommens gebunden und anerkennt nicht die verpflichtende Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofs.
Europäische Atomgemeinschaft:
„Gemäß Artikel 18 Absatz 4 lit. (c) des Übereinkommens möchte [die Europäische Atomgemeinschaft] folgende Erklärung abgeben:
a) die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft sind derzeit Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Spanien und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland;
b) die Artikel 7 bis 13 des Übereinkommens sind auf die Gemeinschaft nicht anwendbar.“
„Darüber hinaus erklärt [die Europäische Atomgemeinschaft] gemäß Artikel 17 Absatz 3 des Übereinkommens, daß sie sich aufgrund der Tatsache, daß nur Staaten in Streitfällen vor dem Internationalen Gerichtshof als Parteien auftreten können, ausschließlich durch die in Artikel 17 Absatz 2 erwähnten schiedsgerichtlichen Verfahren als gebunden betrachtet.“
Frankreich:
„(1) Die französische Regierung stimmt dem Übereinkommen mit folgendem Vorbehalt zu: Die in den Absätzen 1 (e) und 1 (f) von Artikel 7 des Übereinkommens beschriebenen Straftaten sind im Einklang mit den Bestimmungen der französischen Strafgesetzgebung zu ahnden.“
„(2) Die französische Regierung erklärt, daß die in Artikel 8 Absatz 4 erwähnte Gerichtsbarkeit nicht gegen sie geltend gemacht werden kann, da das Kriterium der Gerichtsbarkeit aufgrund der Beteiligung am internationalen Nukleartransport als Ausfuhr- oder Einfuhrstaat im Völkerrecht nicht ausdrücklich anerkannt und in der französischen innerstaatlichen Gesetzgebung nicht vorgesehen ist.“
„(3) Frankreich erklärt im Einklang mit Artikel 17 Absatz 3, daß es die Zuständigkeit des Internationalen Gerichtshofs bei der Beilegung der in Absatz 2 dieses Artikels genannten Streitigkeiten ebensowenig anerkennt wie die Zuständigkeit des Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs zur Bestellung eines oder mehrerer Schiedsrichter.“
Italien:
„(1) Im Zusammenhang mit Art. 4.2
Wird einem einführenden Vertragsstaat der physische Schutz in dem in Anhang I beschriebenen Umfang nicht fristgerecht zugesichert, so kann dieser nach Auffassung Italiens — soweit praktisch möglich — geeignete bilaterale Maßnahmen treffen, um sich zu vergewissern, daß der Transport entsprechend dem oben genannten Schutzumfang erfolgt.“
„(2) Im Zusammenhang mit Art. 10
Die letzten Worte, in einem Verfahren nach innerstaatlichem Recht' sind dahingehend zu verstehen, daß sie sich auf den gesamten Artikel 10 beziehen.“
„Italien vertritt die Auffassung, daß die internationale Zusammenarbeit und Unterstützung in bezug auf den physischen Schutz und die Wiederbeschaffung von Kernmaterial sowie die strafrechtlichen Bestimmungen und die Auslieferung von Verdächtigen auch für die innerstaatliche Nutzung, Lagerung und Beförderung von für friedliche Zwecke genutztem Kernmaterial gilt. Italien ist darüber hinaus der Auffassung, daß keine in diesem Übereinkommen enthaltene Bestimmung dahingehend auszulegen ist, daß sie die Möglichkeit einer Ausweitung des Geltungsbereiches des Übereinkommens bei der in Artikel 16 vorgesehenen Überprüfungskonferenz ausschließt.“
Jordanien:
Das Haschemitische Königreich Jordanien erklärt einen Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 des Übereinkommens über die Streitbeilegung (sowohl betreffend das Schiedsverfahren als auch betreffend Unterbreitung an den Internationalen Gerichtshof).
Kuba:
In Bezug auf den Inhalt des Art. 17 erklärt Kuba, dass Streitigkeiten über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens zwischen den Streitparteien auf diplomatischem Wege beizulegen sind.
Aus gleichem Grund erachtet es sich nicht an das den Internationalen Gerichtshof einbeziehende Verfahren gebunden.
Laos:
Gemäß Art. 17 Abs. 3 des Übereinkommens erklärt die Demokratische Volksrepublik Laos, dass sie sich nicht an Art. 17 Abs. 2 des vorliegenden Übereinkommens gebunden erachtet. Die Demokratische Volksrepublik Laos erklärt weiter, dass es der Zustimmung aller beteiligten Parteien bedarf, um eine Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung des vorliegenden Übereinkommens einem Internationales Schiedsverfahren zu unterwerfen oder dem Internationalen Gerichtshof zur Entscheidung zu unterbreiten.
Erklärung bezüglich Art. 11 Abs. 2:
Die Demokratische Volksrepublik Laos erklärt, dass sie die Auslieferung vom Bestehen eines Vertrags abhängig macht. Dennoch betrachtet sie das Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial nicht als Rechtsgrundlage für die Auslieferung in Bezug auf die darin angeführten Straftaten. Sie erklärt ferner, dass bilaterale Abkommen die Grundlage für die Auslieferung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Laos und den anderen Vertragsstaaten in Bezug auf alle Straftaten seien.
Mongolei
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 zurückgezogen mit BGBl. Nr. 93/1992)
Niederlande:
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 10 zurückgezogen mit BGBl. III Nr. 185/2012)
Der Minister für auswärtige Angelegenheiten des Königreichs der Niederlande erklärt gemäß Art. 18 Abs. 2 des Übereinkommens über den physischen Schutz von Kernmaterial, geschlossen in Wien/New York am 3. März 1980, dass das Königreich der Niederlande das Übereinkommen samt Anhängen für Aruba annimmt, und dass dessen Bestimmungen unter folgendem Vorbehalt eingehalten werden:
„Im Hinblick auf die Verpflichtung zur Ausübung der Gerichtsbarkeit gemäß Art. 10 des Übereinkommens über den physischen Schutz von Kernmaterial, geschlossen in Wien/New York am 3. März 1980, behält sich das Königreich der Niederlande vor, dass in Fällen, in welchen die Justizbehörden von Aruba nicht in der Lage sind, Gerichtsbarkeit auf einer der in Art. 8 Abs. 1 des Übereinkommens genannten Grundlagen auszuüben, das Königreich an diese Verpflichtung nur dann gebunden ist, wenn es ein Auslieferungsersuchen einer Vertragspartei des Übereinkommens erhalten hat und das genannte Ersuchen abgewiesen wurde.“
Oman
Vorbehalt zu Art. 8 Abs. 4: Diese Bestimmung widerspricht dem Grundsatz der Souveränität der nationalen Gerichtsbarkeit wie auch Grundsätzen des Völkerrechts, da sie die Gerichtsbarkeit von Ausfuhr- oder Einfuhrstaaten über außerhalb ihres Staatsgebiets begangene Straftaten begründet, wenn diese Staaten am internationalen Nukleartransport beteiligt sind.
Pakistan:
Pakistan erachtet sich an Art. 2 Abs. 2 nicht gebunden, da es die Frage der innerstaatlichen Nutzung, Lagerung und Beförderung von Kernmaterial als außerhalb des Anwendungsbereichs des genannten Übereinkommens stehend betrachtet.
Österreich hat gegen diese Erklärung mit Wirksamkeit vom 12. Oktober 2001 Einspruch erhoben, dabei aber dem In-Kraft-Treten des Übereinkommens zwischen Österreich und Pakistan nicht widersprochen.
Russische Föderation:
Die Russische Föderation hat am 2. Juli 2007 mitgeteilt, dass sie den Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 zurückzieht.
St. Lucia:
- 1. St. Lucia erklärt ihr Einverständnis, an das Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial durch den Beitritt gebunden zu sein;
- 2. Dass gemäß Art. 17 Abs. 3 des Übereinkommens sich die Regierung von St. Lucia nicht an die in Art. 17 Abs. 2 des Übereinkommens vorgesehenen Verfahren gebunden erachtet;
- 3. Dass die explizite ausdrückliche Zustimmung der Regierung von St. Lucia notwendig sei um Streitigkeiten einem Schiedsverfahren des Internationalen Gerichtshofs zu unterwerfen.
Tschechoslowakei
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 zurückgezogen mit BGBl. Nr. 93/1992)
Ungarn
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 17 Abs. 2 zurückgezogen mit BGBl. Nr. 93/1992)
Vietnam:
Mit dem Beitritt zu diesem Übereinkommen erklärt die Sozialistische Republik Vietnam gemäß Art. 17 Abs. 3 dieses Übereinkommens folgenden Vorbehalt: die Sozialistische Republik Vietnam erachtet sich nicht an Art. 17 Abs. 2 dieses Übereinkommens gebunden und jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung des Übereinkommens wird nur, auf der Grundlage der Zustimmung aller Streitparteien, einem Schiedsverfahren unterworfen oder dem Internationalen Gerichtshof unterbreitet.
Mit dem Beitritt zum Übereinkommen erklärt die Sozialistische Republik Vietnam gemäß Art. 11 dieses Übereinkommens, dass sie dieses Übereinkommen nicht als direkte Rechtsgrundlage für die Auslieferung ansieht. Die Sozialistische Republik Vietnam führt die Auslieferung gemäß den Bestimmungen des vietnamesischen Gesetzes auf der Grundlage von Verträgen über Auslieferung und dem Prinzip der Gegenseitigkeit durch.
Präambel/Promulgationsklausel
DIE VERTRAGSSTAATEN DIESES ÜBEREINKOMMENS
IN ANERKENNUNG des Rechts aller Staaten auf Entwicklung und Anwendung der Kernenergie für friedliche Zwecke und ihres berechtigten Interesses an den möglichen Vorteilen der friedlichen Anwendung der Kernenergie,
ÜBERZEUGT von der Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit bei der friedlichen Anwendung der Kernenergie zu erleichtern,
IN DEM WUNSCH, die möglichen Gefahren der rechtswidrigen Aneignung und Verwendung von Kernmaterial abzuwenden,
ÜBERZEUGT, daß Straftaten, die Kernmaterial betreffen, Anlaß zu ernster Besorgnis geben und daß es dringend notwendig ist, angemessene und wirksame Maßnahmen zur Verhütung, Aufdeckung und Ahndung solcher Straftaten zu ergreifen,
IM BEWUSSTSEIN DER NOTWENDIGKEIT einer internationalen Zusammenarbeit zur Festlegung wirksamer Maßnahmen zum physischen Schutz von Kernmaterial im Einklang mit dem innerstaatlichen Recht eines jeden Vertragsstaats und mit diesem Übereinkommen,
ÜBERZEUGT, daß dieses Übereinkommen die sichere Weitergabe von Kernmaterial erleichtern sollte,
UNTER HERVORHEBUNG auch der Bedeutung des physischen Schutzes von Kernmaterial während der innerstaatlichen Nutzung, Lagerung und Beförderung,
IN ANERKENNUNG der Bedeutung eines wirksamen physischen Schutzes des für militärische Zwecke genutzten Kernmaterials und davon ausgehend, daß solches Material heute und künftig unter strengen physischen Schutz gestellt wird,
SIND wie folgt ÜBEREINGEKOMMEN:
Anmerkung
Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 21.12.2012 eingearbeitet.
Schlagworte
e-rk3,
Inkrafttreten
Zuletzt aktualisiert am
28.10.2024
Gesetzesnummer
10006978
Dokumentnummer
NOR11007091
alte Dokumentnummer
N5198910739A
Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)
