OGH 1Ob863/48 (RS0101259)

OGH1Ob863/4825.3.1949

Rechtssatz

Über den Antrag auf Wiedereinsetzung wegen Versäumung der Frist zur Anmeldung oder Ausführung der Nichtigkeitsbeschwerde entscheidet der Oberste Gerichtshof.

Normen

StPO §364

1 Ob 863/48OGH25.03.1949
9 Os 69/60OGH08.03.1960

Veröff: EvBl 1960/200 S 334

8 Os 152/61OGH21.04.1961

Beisatz: Das Erstgericht ist auch zur Zurückweisung der verspäteten Anmeldung bzw Ausführung der Nichtigkeitsbeschwerde nicht zuständig. (T1) Veröff: EvBl 1961/285 S 355

10 Os 202/62OGH22.05.1962
12 Os 101/72OGH29.06.1972

Beis wie T1

10 Os 134/78OGH13.09.1978

Ähnlich; Beisatz: Gleichzeitig mit der Verweigerung der Wiedereinsetzung, werden Nichtigkeitsbeschwerde Berufung zurückgewiesen. (T2)

9 Os 40/79OGH02.04.1979

Vgl; Beisatz: Vor dem Wiedereinsetzungsantrag hat das Erstgericht über die Zurückweisung der Nichtigkeitsbeschwerde zu entscheiden. (T3)

10 Os 45/84OGH07.03.1984
12 Os 160/83OGH18.10.1984

Vgl; Beis wie T3

13 Os 153/85OGH16.01.1986
13 Os 165/08aOGH22.01.2009

Auch; Beisatz: Bezieht sich ein Wiedereinsetzungsantrag - wie hier - (auch) auf eine Nichtigkeitsbeschwerde, kommt dem Obersten Gerichtshof die Entscheidung darüber zu, weil § 364 Abs 2 Z 3 StPO an die Kompetenz zu meritorischer Erledigung des Rechtsmittels in abstracto abstellt (WK-StPO § 285a Rz 2). Eine allfällige, unter Verletzung des § 364 Abs 2 StPO erfolgte Stattgebung der Wiedereinsetzung durch das Erstgericht ist unbeachtlich (WK-StPO § 364 Rz 56). (T4)

15 Os 48/09mOGH24.06.2009

Auch; Beis wie T4

Dokumentnummer

JJR_19490325_OGH0002_0010OB00863_4800000_001

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