OGH 11Os129/89 (RS0099996)

OGH11Os129/8918.2.2004

Rechtssatz

Seit der Neufassung des § 283 Abs 1 StPO durch die StGNov 1989, BGBl 242, können nunmehr selbst solche Umstände, die an sich Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 StPO begründen, (auch) mit Berufung geltend gemacht werden.

Normen

StPO §283 Abs1 B

11 Os 129/89OGH07.12.1989

Veröff: NRSp 1990/81

14 Os 114/89OGH06.02.1990

Vgl auch

15 Os 57/90OGH29.05.1990
15 Os 6/90OGH03.04.1990
14 Os 126/90OGH04.12.1990
15 Os 25/94OGH24.03.1994

Beisatz: Aus der Eliminierung des Nebensatzes: "..., soweit nicht der im § 281 Abs 1 Z 11 StPO erwähnte Nichtigkeitsgrund vorliegt, ..." aus § 283 Abs 1 StPO durch die Strafgesetznovelle 1989, BGBl Nr 242 erhellt, daß wegen der Erweiterung des Nichtigkeitsgrundes des § 281 Abs 1 Z 11 StPO gemäß dem StRÄG 1987, BGBl Nr 605, das Berufungsgericht bei seiner Entscheidung über die Strafberufung gegebenenfalls auch einen - in der Berufung behaupteten - dem § 281 Abs 1 Z 11 StPO zu unterstellenden Fehler des angefochtenen Urteils beheben kann. (T2)

11 Os 179/95OGH04.06.1996

Vgl auch

15 Os 25/00OGH30.03.2000

Auch; Beisatz: Zu einer amtswegigen Prüfung allfälliger Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO sieht sich der Oberste Gerichtshof nicht veranlaßt, weil seit der durch das BGBl 1989/242 geänderten Fassung des § 283 Abs 1 StPO auch der nichtige Ausspruch eines Kollegialgerichtes vom Oberlandesgericht - ohne dessen Aufhebung, wie in den Fällen der §§ 468 Ab1 Z 4, 281 Abs 1 Z 11 StPO - abgeändert werden kann. (T3)

15 Os 167/01OGH13.12.2001

Auch

13 Os 4/04OGH18.02.2004

Auch

Dokumentnummer

JJR_19891207_OGH0002_0110OS00129_8900000_001

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