OGH 6Ob193/71; 1Ob320/71; 1Ob93/72; 5Ob219/72; 5Ob29/74; 5Ob517/79; 7Ob708/79; 10ObS63/89; 8Ob43/97z; 5Ob313/00s; 5Ob220/08a; 10Ob15/08s; 5Ob13/15w; 1Ob161/15f; 1Ob127/15f; 10ObS21/17m; 4Ob87/18z; 5Ob112/18h; 4Ob28/19z; 7Ob188/23g; 3Ob14/26v (RS0036864)

OGH6Ob193/71; 1Ob320/71; 1Ob93/72; 5Ob219/72; 5Ob29/74; 5Ob517/79; 7Ob708/79; 10ObS63/89; 8Ob43/97z; 5Ob313/00s; 5Ob220/08a; 10Ob15/08s; 5Ob13/15w; 1Ob161/15f; 1Ob127/15f; 10ObS21/17m; 4Ob87/18z; 5Ob112/18h; 4Ob28/19z; 7Ob188/23g; 3Ob14/26v23.2.2026

Rechtssatz

Die Bindung der Gerichte an rechtskräftige Verwaltungsbescheide schließt auch eine Prüfung, ob sie durch das Gesetz gedeckt sind, aus (EvBl 1959/291, JBl 1959,285, 1 Ob 2/61).

Normen

ZPO §190 C1

6 Ob 193/71OGH01.09.1971
1 Ob 320/71OGH16.02.1972

Veröff: SZ 45/17

1 Ob 93/72OGH05.05.1972

Anm: Veröff: SZ 45/56 = EvBl 1972/336 S 632

5 Ob 219/72OGH07.11.1972

Veröff: MietSlg 24556

5 Ob 29/74OGH15.05.1974
5 Ob 517/79OGH22.05.1979

Beisatz: Zuteilung eines Sprengelrichters. (T1) Veröff: JBl 1980,320

7 Ob 708/79OGH13.09.1979
10 ObS 63/89OGH07.03.1989

Beisatz: Eine inhaltliche Prüfung des Verwaltungsbescheides hat daher nicht stattzufinden, es sei denn, dass sich aus dieser Fehlerhaftigkeit zugleich auch die Qualifikation als Nichtakt oder als absolut nichtiger Verwaltungsakt ergibt. (T2) Veröff: SSV-NF 3/31

8 Ob 43/97zOGH13.03.1997

Auch; Beis wie T2

5 Ob 313/00sOGH27.02.2001

Vgl; Beisatz: Hier: Zum Umfang der Prüfungsbefugnis des Grundbuchsgerichtes bezüglich der Richtigkeit einer Rechtskraftbestätigung der bescheiderlassenden Verwaltungsbehörde. (T3)

5 Ob 220/08aOGH10.02.2009

Beisatz: Eine Ausnahme besteht nur für sogenannte „absolut nichtige" Verwaltungsakte. (T4); Bem: Hier: Bescheid der Schlichtungsstelle nach § 6 Abs 2 MRG. (T5)

10 Ob 15/08sOGH17.03.2009

Vgl; Beisatz: Ein absolut nichtiger, die Gerichte nicht bindender Verwaltungsakt liegt vor, wenn er jeglicher gesetzlicher Grundlage entbehrt, wenn die Verwaltungsbehörde bei ihrer Entscheidung offenkundig unzuständig war, ihren Wirkungsbereich überschritten hat oder einen (wegen Fehlens behördlicher Funktionen oder fehlender verwaltungsbehördlicher Kompetenz an sich) offenkundig und zweifellos unzulässigen Verwaltungsakt vorgenommen hat. (T6)

5 Ob 13/15wOGH24.02.2015

Auch; Beisatz: Hier: Enteignungsbescheid im Einspruchsverfahren nach § 20 Abs 1 LiegTeilG. (T7)

1 Ob 161/15fOGH27.08.2015
1 Ob 127/15fOGH24.11.2015

Auch; Bem: Mit ausführlicher Auseinandersetzung zur Frage, wann eine verwaltungsbehördliche Entscheidung nach der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012 rechtskräftig wird. (T8); Veröff: SZ 2015/127

10 ObS 21/17mOGH21.03.2017

Vgl auch

4 Ob 87/18zOGH11.06.2018
5 Ob 112/18hOGH13.12.2018
4 Ob 28/19zOGH13.06.2019
7 Ob 188/23gOGH11.12.2023

Beisatz: Hier: Spielstättenkonzessionen nach dem Wr VeranstaltungsG (aF). (T9)

3 Ob 14/26vOGH23.02.2026

Beisatz: Dies gilt jedenfalls auch für einen von einer ausländischen Behörde erlassenen Bescheid, wenn die Behörde dazu berufen ist, über die Zu- oder Aberkennung einer im fremden Staat vorgesehenen öffentlich-rechtlichen Leistung zu entscheiden und diese Bescheidinhalt ist. (T10)<br/>Beisatz: Wie rechtskräftige gerichtliche Entscheidungen sind auch rechtskräftige Bescheide aufgrund der ihnen zukommenden Bindungswirkung mehr als ein bloßes Beweismittel. Sie sind daher eine (Rechts-)Tatsache im Sinn des § 73 Abs 1 Z 6 AußStrG bzw § 530 Abs 1 Z 7 ZPO. (T11)<br/>Beisatz: hier: Bescheid der Familienkasse Bayern Süd über deutsches Kindergeld. (T12)

Dokumentnummer

JJR_19710901_OGH0002_0060OB00193_7100000_001

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