OGH 1Ob11/71; 6Ob3/83; 8Ob608/88; 6Ob359/97f; 6Ob225/99b; 6Ob92/01z; 6Ob37/02p; 4Ob46/05a; 6Ob154/06z; 6Ob171/08b; 2Ob129/16h; 2Ob83/21a; 2Ob9/24y; 2Ob8/25b; 2Ob15/26h (RS0017994)

OGH1Ob11/71; 6Ob3/83; 8Ob608/88; 6Ob359/97f; 6Ob225/99b; 6Ob92/01z; 6Ob37/02p; 4Ob46/05a; 6Ob154/06z; 6Ob171/08b; 2Ob129/16h; 2Ob83/21a; 2Ob9/24y; 2Ob8/25b; 2Ob15/26h26.2.2026

Rechtssatz

Auch bei der Pflichtteilserhöhung durch Hinzurechnung von Schenkungen unter Lebenden (Hofübergabe) ist bei der Festsetzung des Übergabswertes eine die bäuerliche Lebensordnung gebührend berücksichtigende Berechnungsmethode - analog § 11 AnerbenG - anzuwenden.

Normen

ABGB §785
ABGB §938 B
ABGB §951
ABGB §1284 Aa
AnerbenG §11

1 Ob 11/71OGH11.03.1971

Veröff: SZ 44/30 = EvBl 1972/1 S 10

6 Ob 3/83OGH29.03.1984

Auch; Beisatz: Die Bewertung des Hofes ist bei bäuerlichen Übergabsverträgen grundsätzlich so vorzunehmen, daß der Übernehmer am Hof wohl bestehen kann. (T1)

8 Ob 608/88OGH07.12.1988

Auch

6 Ob 359/97fOGH25.06.1998

Beis wie T1; Veröff: SZ 71/112

6 Ob 225/99bOGH11.11.1999

Vgl; Beisatz: Ob im Pflichtteilsprozess (§ 951 in Verbindung mit § 785) der Verkehrswert einer zu Lebzeiten des Erblassers übergebenen Landwirtschaft oder ein analog § 11 AnerbenG (SZ 44/30; SZ 71/112 und viele andere) niedriger festzusetzender Wert maßgeblich ist, hängt von der hypothetischen Qualifikation des Betriebes als Erbhof ab. (T2)

6 Ob 92/01zOGH18.10.2001

Vgl; Beis wie T2

6 Ob 37/02pOGH18.04.2002

Vgl; Beis wie T2

4 Ob 46/05aOGH26.04.2005

Vgl; Beis wie T2

6 Ob 154/06zOGH14.09.2006

Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2006/134

6 Ob 171/08bOGH07.08.2008
2 Ob 129/16hOGH27.07.2017

Auch; Veröff: SZ 2017/82

2 Ob 83/21aOGH14.12.2021

Anm: Veröff: SZ 2021/108

2 Ob 9/24yOGH21.03.2024
2 Ob 8/25bOGH29.04.2025

Beisatz: Die (hypothetische) Erbhofeigenschaft als Voraussetzung für die Bewertung eines zu Lebzeiten des Erblassers übergebenen bäuerlichen Betriebs mit dem Übernahmswert bei einer (subsidiären) Haftung des Beschenkten nach § 789 ABGB ist nach objektiven Kriterien zum Zeitpunkt des Erbanfalls zu prüfen. Auf die Erbhofqualität zum Übergabszeitpunkt (Zeitpunkt des Vermögensopfers) kommt es nicht an. (T3)

2 Ob 15/26hOGH26.02.2026

Beisatz: Wird ein Erbhof mit dem Zweck übergeben, dass die Landwirtschaft ungeteilt in der Hand des Übernehmers fortgeführt wird, ist für die Pflichtteilsbemessung der anerbenrechtliche Wohlbestehensgrundsatz maßgeblich, wenn der Übernehmer bei einer entsprechenden Rechtsnachfolge von Todes wegen in Bezug auf den Erbhof (hypothetisch) als Anerbe anzusehen wäre. (T4)

Dokumentnummer

JJR_19710311_OGH0002_0010OB00011_7100000_002

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