OGH 9Os86/72 (RS0098279)

OGH9Os86/7221.9.1972

Rechtssatz

Die einzige Anordnung des § 221 StPO, deren Verletzung eine Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 3 StPO verwirklicht, regelt (im ersten Satz des Abs 1 des § 221) die Bestimmung des Tages der Hauptverhandlung durch den Vorsitzenden. Sie stellt nicht auf den Zeitpunkt der Versetzung in den Anklagestand ab. Die Vorschrift des § 221 Abs 1 Satz 1 StPO wird durch eine Verurteilung des Angeklagten wegen weiterer Straftaten, auf welche die Anklage vom Staatsanwalt erst in der Hauptverhandlung gemäß § 263 Abs 1 StPO ausgedehnt wurde, nicht verletzt.

Normen

StPO §221 Abs1
StPO §263 Abs1 D
StPO §281 Abs1 Z3

9 Os 86/72OGH21.09.1972

Veröff: EvBl 1973/74 S 161

12 Os 179/72OGH07.11.1972

nur: Die Vorschrift des § 221 Abs 1 Satz 1 StPO wird durch eine Verurteilung des Angeklagten wegen weiterer Straftaten, auf welche die Anklage vom Staatsanwalt erst in der Hauptverhandlung gemäß § 263 Abs 1 StPO ausgedehnt wurde, nicht verletzt. (T1)

10 Os 56/77OGH04.05.1977

Ähnlich; nur T1; Beisatz: Es unterliegt die Beurteilung des Gerichts, ob Spruchreife vorliegt. (T2)

9 Os 129/80OGH07.10.1980

nur T1

9 Os 65/82OGH22.06.1982

Vgl auch; nur T1

13 Os 69/83OGH09.06.1983

Vgl auch; nur: Die einzige Anordnung des § 221 StPO, deren Verletzung eine Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 3 StPO verwirklicht, regelt (im ersten Satz des Abs 1 des § 221) die Bestimmung des Tages der Hauptverhandlung durch den Vorsitzenden. (T3) Beisatz: § 221 Abs 3 StPO enthält keine unter Nichtigkeitssanktion stehende Anordnung. (T4)

9 Os 161/85OGH18.12.1985

nur T1

14 Os 114/89OGH22.11.1989

nur T1

14 Os 32/95OGH04.04.1995

nur T1

Dokumentnummer

JJR_19720921_OGH0002_0090OS00086_7200000_001

Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)