EGMR Bsw35865/03 (RS0123201)

EGMRBsw35865/0320.2.2007

Rechtssatz

Die Entscheidung, einen flüchtigen Straftäter auszuliefern - und die Auslieferung selbst - kann die Verantwortlichkeit des ausliefernden Staates nach Art. 3 EMRK begründen, wenn stichhaltige Gründe für die Annahme bestehen, dass die betroffene Person im Empfangsstaat der tatsächlichen Gefahr ausgesetzt würde, einer Art. 3 EMRK widersprechenden Behandlung ausgesetzt zu werden.

Normen

MRK Art3 III7a

Bsw 35865/03EGMR20.02.2007

Veröff: NL 2007,68

Bsw 46827/99EGMR06.02.2003

Vgl; Veröff: NL 2003,133

Bsw 46827/99EGMR04.02.2005

Veröff: NL 2005,23

Bsw 13284/04EGMR08.11.2005

Vgl auch; Veröff: NL 2005,273

Bsw 41015/04EGMR19.11.2009

Beisatz: Die allgemein gehaltene Zusicherung der Strafverfolgungsbehörden, die Rechte des Ausgelieferten im Strafverfahren zu achten, sind nicht ausreichend, um eine bestehende ernsthafte Gefahr einer Art 3 MRK widersprechenden Behandlung auszuschließen. (Bem: Kaboulov gegen die Ukraine) (T1)<br/>Veröff: NL 2009,333

Bsw 21055/09EGMR20.05.2010

Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: NL 2010,163

Bsw 17185/05EGMR23.09.2010

Auch; Veröff: NL 2010,297

12 Os 158/12wOGH07.03.2013

Auch

Bsw 67286/10EGMR05.02.2013

Vgl auch; Veröff: NL 2013,33

13 Os 27/15gOGH15.04.2015

Auch

14 Os 60/15bOGH04.08.2015

Auch

15 Os 110/15pOGH07.10.2015
12 Os 160/15vOGH20.01.2016
12 Os 154/15mOGH28.01.2016
14 Os 10/16aOGH08.03.2016
13 Os 80/16pOGH06.09.2016

Dokumentnummer

JJR_20070220_AUSL000_000BSW35865_0300000_002

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