Straßengroßprojekte zählen zu den besonders umstrittenen Bauvorhaben. Einerseits hochgradig mit Prestige aufgeladen, gehen andererseits von ihnen beträchtliche Umweltauswirkungen aus. Unkenntnis über ihre Neuverkehrs-Effekte führt regelmäßig dazu, dass Erwartungen insb an Entlastung nicht erfüllt werden. Defizite bei Strategischer Planung und Entscheidung sowie Schwächen der SUP/SP-V resultieren in überlasteten, in Österreich rein als "Projekt-UVP" ausgeführten Genehmigungsverfahren. Sonderprivilegien kennzeichnen Verfahren nach dem 3. Abschnitt UVP-G. Diskussionen über das BStG fokussieren verkürzt lediglich auf deren Verzeichnisse, rechtliche und politische Betrachtungsebenen werden häufig vermischt. Ergebnisoffenheit und Partizipationskultur auf allen Ebenen könnten bessere Ergebnisse liefern.

