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Uneingeschränkte Rückforderung von Kinderbetreuungsgeld verfassungswidrig?

RechtsprechungSteuerrechtChrista KocherPV-Info 2022, 22 - 24 Heft 10 v. 10.10.2022

Der Krankenversicherungsträger kann ein gewährtes Kinderbetreuungsgeld trotz Kenntnis aller maßgeblichen Umstände zurückfordern, wenn die Auszahlung irrtümlich, zB wegen eines Rechtsirrtums oder eines Rechenfehlers, erfolgte (§ 31 Abs 2 Satz 1 Fall 2 KBGG). Dies auch dann uneingeschränkt, wenn der Bezieherin die Unrechtmäßigkeit des Bezugs nicht erkennbar war. Da eine andere – einschränkende – Auslegung des Gesetzes nicht möglich ist, beantragt der OGH beim VfGH die Aufhebung dieser Gesetzesstelle wegen Verfassungswidrigkeit (OGH 20. 4. 2022, 10 ObS 44/22a).

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