Die Landesgruppe Österreich der Internationalen Strafrechtsgesellschaft (AIDP) lud am 25.11.2025 gemeinsam mit dem Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien zu einem Symposium ins Dachgeschoss des Juridicums. Das Generalthema, die grenzüberschreitende Erlangung elektronischer Beweismittel, war dabei vor dem Hintergrund der alle Lebensbereiche durchdringenden Digitalisierung hoch aktuell. Auch Verbrechen und Verbrechensorganisation verlagern sich zunehmend in eine in mehrfacher Hinsicht grenzenlose digitale Sphäre. Die Auflösung territorialer Grenzen bei der Verbrechensplanung einerseits offenbart die rechtlichen Grenzen bei der Verbrechensaufklärung andererseits; sind die Strafprozessordnungen doch genuin territorial, sodass jeder Staat grundsätzlich nur auf eigenem Hoheitsgebiet durch strafrechtliche Ermittlungen tätig werden darf. Mit diesem Spannungsfeld und damit einhergehenden Problemen sieht sich die Strafverfolgung verstärkt konfrontiert, wenn sie für ihre Ermittlungen auf sich nicht in ihrem Hoheitsgebiet befindliche, elektronische Daten zugreifen muss.

