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Europa reagiert auf den Energiepreisschock

WirtschaftGünther StroblDer Standard 2026/2761704Der Standard 2026, 19 Heft 19 v. 9.5.2026

Der neue Krieg im Nahen Osten trifft Europa an einer empfindlichen Stelle: bei Öl, Gas und Diesel. Kaum hatten sich die Energiemärkte von den Verwerfungen der Ukraine-Krise erholt, sorgt der Ende Februar ausgebrochene Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran erneut für Preisschocks. Die Folgen spüren Verbraucher unmittelbar an den Tankstellen und auf den Energiemärkten. Nach Berechnungen des Brüsseler Thinktanks Bruegel sind die Dieselpreise in Europa seit Beginn der Kampfhandlungen im Schnitt um 26 Prozent gestiegen, Benzin verteuerte sich um zwölf Prozent. Besonders nervös reagierte der Gasmarkt: Der europäische Referenzpreis TTF (steht für Title Transfer Facility und bezeichnet einen virtuellen Handelspunkt im niederländischen Gasnetz) sprang binnen weniger Wochen von 30 auf zeitweise 60 Euro je Megawattstunde, bevor er sich bei rund 40 Euro stabilisierte. Die Entwicklung zeigt, wie abhängig Europas Wirtschaft von fossilen Energien und geopolitischen Krisen weiterhin ist.

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