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Produktivität durch baubetriebliche Innovation

DigitalisierungSteuerrechtOleksandr Melnyk, Leopold Winklerbau-aktuell 2026, 89 - 94 Heft 2 v. 15.3.2026

Die europäische Bauwirtschaft leidet unter einem chronischen Produktivitätsparadoxon: Während vergleichbare Industriesektoren stetige Effizienzgewinne verzeichnen, stagniert hier das branchenweite Wachstum. Der vorliegende Beitrag untersucht mittels einer systematischen Literaturstudie die mehrdimensionalen Ursachen dieser Stagnation und analysiert den Zusammenhang zwischen Innovationsförderung und Produktivitätssteigerung. Die Gegenüberstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse und industrienaher Kennzahlen zeigt, dass isolierte technologische Neuerungen und Effizienzgewinne auf reiner Aktivitätsebene kaum auf die Gesamtprojekt- oder Branchenebene durchschlagen. Für eine messbare Breitenwirkung bedarf es zwingend begleitender interner und organisatorischer Innovationen. Der Beitrag schlussfolgert, dass die Bauindustrie Innovation als einen systematisch in der Betriebsorganisation verankerten Prozess begreifen muss. Erst durch gezielte Innovationsdiffusion und branchenweites Wissensmanagement lassen sich technologische Potenziale in dauerhafte Produktivitätssteigerungen übersetzen.

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