vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Bartmann, "Car Allowance"-Vereinbarungen aus arbeitsrechtlicher Sicht, DRdA-infas 2025, 380

ArtikelrundschauArbeitsrechtBearbeiter: Manfred LindmayrARD 6993/19/2026 Heft 6993 v. 8.4.2026

Die "Car Allowance" ist eine Vereinbarung, bei der Arbeitnehmer für die dienstliche Nutzung ihres privaten Pkw eine pauschale (meist monatliche) Vergütung erhalten - als Alternative zum Dienstwagen. Dabei tragen Arbeitnehmer typischerweise alle Fahrzeugkosten selbst. Im Einzelfall schwierig kann die Abgrenzung sein, ob die Pauschale Entgelt oder Aufwandersatz darstellt (dies ist wesentlich, weil Entgeltbestandteile etwa bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaub oder bei einer Kündigungsentschädigung zu beachten sind, nicht jedoch Aufwandsentschädigungen). Wird eine Car Allowance-Vereinbarung getroffen, die den durchschnittlichen tatsächlichen Kosten entspricht und nicht übermäßig überhöht angesetzt wird, wird man wohl vom Vorliegen eines Aufwandersatzes ausgehen können. Wird eine solche Zulage jedoch gewährt, obwohl klar ist, dass der Arbeitnehmer kaum bis keine dienstlichen Fahrten mit dem privaten Pkw zurücklegen wird, kann diese Leistung auch unter den Entgeltbegriff subsumiert werden.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!

Stichworte