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X. Rückzahlung von Unterhaltsvorschüssen (§§ 22, 23, 26–33 UVG) (Neuhauser/Uitz)

Neuhauser/Uitz3. AuflMai 2025

A. Unrechtmäßig gewährte Unterhaltsvorschüsse

Grob schuldhaftes, also vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten, das zur unrechtmäßigen Erst- oder Weitergewährung von Unterhaltsvorschüssen führt, kann nicht bloß strafrechtliche Konsequenzen zeitigen, sondern auch eine zivilrechtliche Rückersatzpflicht nach § 22 UVG begründen. Seit dem Inkrafttreten des FamRÄG 2009 zeitigt nicht nur die grob schuldhafte (vorsätzliche oder grob fahrlässige) Veranlassung der Unterhaltsvorschussgewährung, sondern auch der grob schuldhafte Verbrauch gewährter Unterhaltsvorschüsse die Rechtsfolge der Rückersatzpflicht.10791079ErläutIA 673/A 24. GP 45; 10 Ob 41/13x; LG Linz 15 R 466/11x EFSlg 135.709; LG Salzburg 21 R 183/14d EFSlg 143.300; LGZ Wien 42 R 46/14x EFSlg 143.301 ff; LGZ Wien 42 R 505/14x EFSlg 147.017; LG Eisenstadt 20 R 144/16z EFSlg 151.085; LG Wr Neustadt 16 R 104/16g EFSlg 151.085; LG Wr Neustadt 16 R 104/16g; LGZ Wien 45 R 121/16a EFSlg 151.086; LGZ Wien 43 R 439/16a; LGZ Wien 44 R 529/16v EFSlg 151.094; LGZ Wien 43 R 439/16a EFSlg 151.095; LG Wr Neustadt 16 R 256/17m EFSlg 154.713; LG St Pölten 23 R 32/17d EFSlg 154.716; LG Wr Neustadt 16 R 106/17b EFSlg 154.722; LGZ Wien 43 R 532/17d; LG Wr Neustadt 16 R 112/17k EFSlg 154.723; LG Wr Neustadt 16 R 112/17k EFSlg 154.728 f. § 22 Abs 1 UVG ordnet seit dem Inkrafttreten des FamRÄG 2009 eine primäre10801080LG Salzburg 21 R 291/10f EFSlg 128.024; LGZ Wien 43 R 569/11m EFSlg 131.813; LGZ Graz 1 R 28/15t EFSlg 147.014; LG Wr Neustadt 16 R 409/15h EFSlg 151.079; LG St Pölten 23 R 538/17s. Solidarhaftung des benannten Personenkreises an.108110815 Ob 539/94; 10 Ob 61/08f; LG Innsbruck 51 R 24/12x EFSlg 135.677; LG Steyr 1 R 115/13z EFSlg 139.644; LGZ Graz 1 R 28/15t EFSlg 147.014; LG Wr Neustadt 16 R 112/17k EFSlg 154.715. Aus dieser Solidarhaftung (§ 1302 ABGB) mehrerer Haftpflichtiger folgt ein Regressanspruch (§ 896 ABGB) der vollumfänglich in Anspruch genommenen Person.1082108210 Ob 46/20t. Für seinen Übergenuss hat das Kind nicht unter schadenersatzrechtlichen Gesichtspunkten, sondern lediglich subsidiär zu den haftpflichtigen Personen nach bereicherungsrechtlichen Grundsätzen einzustehen (§ 22 Abs 2 UVG).10831083LG Wr Neustadt 16 R 278/11p EFSlg 131.814; LG Feldkirch 3 R 115/12b EFSlg 135.681; LG Steyr 1 R 115/13z EFSlg 139.644; LGZ Graz 1 R 28/15t EFSlg 147.014; LG Wr Neustadt 16 R 409/15h EFSlg 151.079; LG Krems an der Donau 2 R 81/21f EFSlg 172.362.

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