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3.4. Die Typisierung von Tätern und deren Taten (Kitzberger/Meuschke/Mittendorfer/Aschauer/Scholz)

Kitzberger/Meuschke/Mittendorfer/Aschauer/Scholz1. AuflMai 2022

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Täterklassifikationen oder der Versuch, Täter nach bestimmten Merkmalen und Eigenschaften zu gruppieren, haben eine lange Tradition in der Forschung

Seite 387

über Kriminalität.3737 Pollich in Empirische Forschung über Kriminalität (2014) 185 ff; Höffler in Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 2015, 1018 ff. Schon im 19. Jahrhundert erarbeitete der Italiener Cesare Lombroso das Konzept des „geborenen Verbrechers“ (ital „l’uomo delinquente“), womit er historisch betrachtet eine bis heute anhaltende kriminologische Diskussion in der Neuzeit in Gang setzte. Kriminologische Klassifikationen können auf verschiedene personenbezogene bzw charakterologische und tatbezogene Aspekte oder Merkmale abzielen (zB Biologie, Persönlichkeit, Motive, situative Einflussfaktoren etc). Bezüglich der sogenannten kriminellen Karriere bzw in Bezug auf den Lebenslauf von Delinquenten in Zusammenhang mit Dissozialität bzw der antisozialen Persönlichkeitsstörung ist die Unterscheidung der „Life Course Persistent Antisociality“ und „Adolescence Limited Antisociality“ eine sehr einfache, jedoch sehr hilfreiche Klassifizierung in Bezug auf die Kriminalprognose von Tätern.3838 Moffitt in Psychological Review (1993) 674 ff.

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