VfGH V91/2022

VfGHV91/202214.6.2022

Ablehnung eines Parteiantrags auf Aufhebung von Bestimmungen der 3. COVID-19-MaßnahmenV

Normen

B-VG Art139 Abs1 Z4, Art139 Abs1b
3. COVID-19-MaßnahmenV BGBl II 441/2021 §1, §9
VfGG §7 Abs2

European Case Law Identifier: ECLI:AT:VFGH:2022:V91.2022

 

Spruch:

Die Behandlung des Antrages wird abgelehnt.

Begründung

Begründung

Der Verfassungsgerichtshof kann die Behandlung eines Antrages gemäß Art139 Abs1 Z4 B‑VG ablehnen, wenn er keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat (Art139 Abs1b B‑VG; vgl VfGH 24.2.2015, G13/2015).

Der Verfassungsgerichtshof ist in einem auf Antrag eingeleiteten Verfahren zur Prüfung der Gesetzmäßigkeit einer Verordnung gemäß Art139 B‑VG auf die Erörterung der geltend gemachten Bedenken beschränkt (vgl VfSlg 11.580/1987, 14.044/1995, 16.674/2002). Er hat sohin ausschließlich zu beurteilen, ob die angefochtene Verordnung aus den in der Begründung des Antrages dargelegten Gründen gesetzwidrig ist (VfSlg 15.644/1999, 17.222/2004).

Der Antrag behauptet die Gesetzwidrigkeit von §§1 Abs5 und 9 Abs1 der 3.COVID-19-Maßnahmenverordnung, BGBl II 441/2021:

Vor dem Hintergrund der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes (vgl VfGH 24.6.2021, V87/2021 und vom selben Tag, V90/2021 ua; VfGH 28.2.2022, E2707/2021) lässt das Vorbringen des Antrages die behaupteten Gesetzwidrigkeiten als so wenig wahrscheinlich erkennen, dass er keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat.

Demgemäß wurde beschlossen, von einer Behandlung des – nicht auf das Vorliegen sämtlicher Formerfordernisse hin geprüften – Antrages abzusehen (§19 Abs3 Z1 iVm §31 letzter Satz VfGG).

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