OGH 1Ob145/66 (RS0061901)

OGH1Ob145/6630.6.1966

Rechtssatz

Mangels einer besonderen Vereinbarung hat der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft keinen Anspruch auf Vergütung seiner im Rahmen der Geschäftsführung erbrachten Leistungen. Im Fall der Fortsetzung der Gesellschaft mit den Erben eines verstorbenen Gesellschafters gehen vertragliche, an die Person des Verstorbenen gebundene Begünstigungen - etwa ein derartiger Vergütungsanspruch für Mühewaltung - allgemein nicht auf die Erben über.

Normen

HGB §114
HGB §116 Abs2
HGB §161

1 Ob 145/66OGH30.06.1966

Veröff: EvBl 1967/7 S 14 = JBl 1967,149 = HS 5107

1 Ob 134/70OGH18.06.1970

nur: Mangels einer besonderen Vereinbarung hat der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft keinen Anspruch auf Vergütung seiner im Rahmen der Geschäftsführung erbrachten Leistungen. (T1) Beisatz: Stillschweigend vereinbarter Honoraranspruch, wenn eine die ursprüngliche vorgesehene Geschäftsführungstätigkeit eines Gesellschafters erheblich übersteigende, längere Zeit andauernde Geschäftsführungstätigkeit eines Gesellschafters vorliegt und diese von den übrigen Gesellschaftern ohne Einwendungen hingenommen wird. Hier: OHG. (T2) Veröff: SZ 43/106 = EvBl 1970/365 S 638 = NZ 1971,157 = GesRZ 1973,20 (mit Anmerkung von Stölzle)

8 Ob 592/78OGH10.05.1979

nur T1; Beisatz: Gesellschafter einer OHG. (T3) Veröff: EvBl 1980/3 S 13

5 Ob 688/79OGH16.10.1979

nur T1; Veröff: JBl 1981,376

7 Ob 321/01hOGH07.05.2002

Vgl auch; nur T1; Beis wie T3

Dokumentnummer

JJR_19660630_OGH0002_0010OB00145_6600000_002

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