Der Beitrag beleuchtet die Rolle der Lebenszykluskosten (Life-Cycle Costing, LCC) als zentrales Kriterium in der öffentlichen Bauvergabe. Ausgehend von den Besonderheiten öffentlicher Investitionsentscheidungen - insb dem Gebot der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Nutzungszeitraum - wird dargelegt, wie dynamische Investitionsrechnungen dazu beitragen können, langfristig tragfähige und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Im Zentrum steht die Lebenszykluskostenrechnung, die neben den Errichtungskosten auch Betrieb, Instandhaltung, Rückbau und externe Kosten wie CO-Emissionen einbezieht. Der Beitrag erläutert methodische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen nach dem Bundesvergabegesetz (§ 92 BVergG) sowie praktische Umsetzungsansätze. Ziel ist es, kommunalen Entscheidungsträger:innen einen fundierten und praxisnahen Leitfaden an die Hand zu geben, wie sie die wirtschaftlich günstigste Lösung iSd Bestbieter:innenprinzips identifizieren und gleichzeitig finanzielle sowie ökologische Folgekosten minimieren können.

