vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Doppelverfolgung juristischer Personen wegen Preis- bzw Submissionsabsprachen

WirtschaftsstrafrechtSteuerrechtSiegmar Lengauer, Chiara PonesZWF 2025, 124 - 128 Heft 3 v. 1.5.2025

Die jüngere Rechtsprechung des OGH zu sogenannten Submissionsabsprachen hat in den vergangenen Monaten für einiges Aufsehen gesorgt. Der Gerichtshof geht zunehmend davon aus, dass § 168b StGB als vermögensstrafrechtliche Norm nicht primär dem Wettbewerbsschutz dienen kann. Zudem spricht er sich dafür aus, dass Privatvergaben unter den Anwendungsbereich dieses Delikts fallen können. Die damit verbundene Ausweitung der Strafbarkeit rechtswidriger Absprachen wird im Schrifttum durchaus kritisch gesehen. Eine Folgewirkung dieser neueren Judikaturlinie könnte auch die Zunahme paralleler Ermittlungen durch Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und Staatsanwaltschaft sein. Mit neuer Vehemenz stellt sich damit verbunden die Frage, ob eine Doppelverfolgung juristischer Personen nach KartG und VbVG justizverfassungsrechtlich zulässig ist.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!