Die Preisvergleichsmethode (comparable uncontrolled price method – „CUP-Methode“) dient – ebenso wie die anderen Verrechnungspreismethoden – der Bestimmung eines fremdüblichen Transaktionswertes in den kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen zwischen verbundenen Unternehmen (oder zwischen Stammhaus und Betriebsstätte) und soll somit der Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes bei der Ergebnisabgrenzung in multinationalen Unternehmensgruppen zum Durchbruch verhelfen. Sie ist eine der drei geschäftsvorfallbezogenen Standardmethoden und zeichnet sich dadurch aus, dass sie als die direkteste Methode zur Festlegung von fremdüblichen Verrechnungspreisen zu verstehen ist. Im Kern wird bei der Anwendung der Preisvergleichsmethode der Transaktionswert von konzerninternen Waren- oder Dienstleistungspreisen (= kontrollierte Transaktion) mit dem Transaktionswert eines vergleichbaren Geschäftsvorfalls zwischen (oder mit) fremden Dritten (= nicht kontrollierte Transaktion) verglichen.

