Im Zuge des BEPS-Projekts hat die OECD im Juni 2018 den Bericht „Revised Guidance on the Application of the Transactional Profit Split Method“ (im Folgenden: OECD-PS-Bericht 2018) veröffentlicht. Im März 2019 hat nun auch das EU Joint Transfer Pricing Forum (EU JTPF) einen Bericht zur Anwendung der Profit-Split-Methode (PSM) in der EU publiziert (im Folgenden: EU JTPF-PS-Bericht 2019), was die PSM erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Verrechnungspreispraktikern gestellt hat. In der Praxis ist die PSM (geschäftsvorfallbezogene Gewinnaufteilungsmethode) jene Verrechnungspreismethode, die bei komplexen, hochintegrierten Geschäftsvorfällen zur Anwendung kommt, bei denen zB jede Transaktionspartei „unique and valuable contributions“ (zB immaterielle Werte) beisteuert. Letztlich wird das aus dem Geschäftsvorfall resultierende Ergebnis (Gewinn oder Verlust) nach betriebswirtschaftlich vernünftigen Kriterien auf die verbundenen Konzerngesellschaften aufgeteilt.

