Der Einsatz von KI-Agenten im Beschäftigtenkontext verspricht zwar enorme Effizienzpotenziale, ist jedoch zugleich mit weitreichenden Risiken für Beschäftigte verbunden, insb in automatisierten Entscheidungsprozessen. Verschärft werden diese Risiken durch die spezifischen Eigenschaften agentischer KI, autonom, systemübergreifend und adaptiv zu operieren, was erhebliche Transparenzbedenken aufwirft. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag die unionsrechtlichen Mechanismen zur Sicherstellung von Transparenz und Erklärbarkeit agentischer KI-Entscheidungen, namentlich die einschlägigen Informationspflichten der KI-Verordnung und der Datenschutz-Grundverordnung. Insb analysiert werden die sich daraus ergebenden Synergien, Abgrenzungsfragen und Schutzlücken, welche anhand eines praktischen Beispiels aus dem Pflegekontext veranschaulicht werden, mit dem Fazit, dass erklärbare und nachvollziehbare Entscheidungen das Fundament für einen wirksamen Rechtsschutz im KI-Zeitalter bilden.

