Rund 80 % der pflegebedürftigen Personen in Österreich werden nicht durch professionelle Pflegekräfte, sondern in Form der sogenannten informellen Pflege durch Familienangehörige betreut. Diese sind dadurch starken Belastungen ausgesetzt: körperlich, psychisch, zeitlich und auch finanziell. Deshalb denkt die Politik schon lange über Möglichkeiten einer vermehrten Unterstützung und besseren sozialen Absicherung pflegender Angehöriger nach. Die daraus geborene Idee, pflegende Angehörige in ein förmliches Dienstverhältnis einzubinden, wird im Burgenland seit 2019 im Rahmen eines Pilotprojekts umgesetzt. Somit scheint es an der Zeit, dieses Modell einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

