Land wurde im Mittelalter in der feudalen Hierarchie in einem System von Abhängigkeiten, von Rechten und Pflichten als Lehen vom König, der alles Land als Lehen von Gott erhalten hatte, weitergegeben. In England begann im 16. Jahrhundert lokaler Adel, Parzellen mit Zäunen abzuschließen, um sie aus der gemeinsamen Bewirtschaftung herauszunehmen. Dabei wurden die minderen Rechte der Dorfgemeinschaft, wie Nachlesen nach der Ernte, Weiden von Tieren auf abgeerntetem Land und so weiter übergangen. Mit Privateigentum an Land entstand die bis heute einflussreiche Klasse der Grundbesitzer in England. Die minderen Bauern verloren hingegen einen Teil ihrer Lebensgrundlage, meist ohne zureichende Entschädigung, und vergrößerten die Zahl der Armen in der Stadt.1

