Das im Folgenden vorgestellte Werk ist eine 2023 bei Duncker & Humblot in Berlin publizierte Dissertation, die sich in dogmatisch anspruchsvoller Weise und präzisem Stil mit "Haftungsrechtliche(n) Fragen des Einsatzes privater Informations- und Kommunikationstechnik im Arbeitsverhältnis" auseinandersetzt. Gleich vorweg schon hier in der Einleitung: Was kann den (österreichischen) Anwender:innen und Leser:innen die Lektüre der deutschen Rechtslage bringen? Das Werk arbeitet die tatsächlichen Konstellationen und die sich daraus ergebenden Ordnungsfragen so sorgfältig auf und stellt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Wertungsfragen und -argumente so systematisch dar, dass die Leser:innen auch dort, wo die österreichische Rechtslage von der dargelegten deutschen Rechtslage abweicht, das Buch mit Gewinn für die praktische Lösung von Problemlagen und für Argumentationsmuster heranziehen können. Auch wenn sich daher die Untersuchung mit der Haftung vor dem Hintergrund des deutschen Rechts beschäftigt, können die scharfsinnigen Darstellungen der Fallkonstellationen und der Interessenlagen auch für das österreichische Recht fruchtbar gemacht werden. Einleitend auch noch kurz zum Formalen: Das Werk beschäftigt sich auf immerhin 319 Textseiten intensiv mit dem Thema; es bietet mit zehn Seiten eine übersichtliche Zusammenfassung am Ende, aber auch im Text selbst immer wieder Zwi-

