vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Wohnsitz und Wahlrecht. Ein Beitrag zu Mehrfachwahlrechten unter dem B-VG

AbhandlungenUniv.-Ass.in MMag.a Hanna PalmanshoferJRP 2026, 90 Heft 2 v. 10.8.2026

Der Beitrag untersucht die Entwicklung des an den Wohnsitz geknüpften Wahlrechts im österreichischen Verfassungsrecht und zeigt, dass das heutige Zweitwohnsitzwahlrecht maßgeblich auf ein Erkenntnis des VfGH aus dem Jahr 1930 zurückgeht. Durch eine historische Rückblende auf die Funktion des Wohnsitzes im konstitutionellen Wahlrecht sowie im Wahlrecht der Ersten Republik wird der mit dieser Entscheidung markierte Bruch verdeutlicht. Dieser besteht insbesondere in der Anerkennung mehrfacher Wohnsitze im Wahlrecht und den daraus resultierenden Spannungen mit zentralen wahlrechtlichen Einrichtungen des B-VG. Anhand der weiteren Rechtsentwicklung bis zur Einführung des Hauptwohnsitzes 1994 sowie der seither fortbestehenden Missbrauchsanfälligkeit wird die anhaltende Inkohärenz des Systems dargestellt und der Schluss gezogen, dass die verfassungsrechtlich abgesicherte Konstruktion mehrfacher wohnsitzbezogener Wahlrechte reformbedürftig ist.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Lexis+ ist die Evolution von Lexis 360®
Jetzt Lexis+ kostenfrei testen!

Stichworte