Unternehmen schließen häufig Rahmenfertigungs- und Lieferverträge mit ihren Lieferanten, um eine stabile und effiziente Lieferkette zu gewährleisten. Diese Verträge können die Entscheidungsfreiheit des Lieferanten stark einschränken und dessen Umsatz maßgeblich beeinflussen. Bei einer solchen wirtschaftlichen Abhängigkeit stellt sich die Frage, ob das abnehmende Unternehmen den Zulieferer nach dem Control-Konzept des IFRS 10 beherrscht und konsolidieren muss – besonders wenn zusätzliche Abhängigkeiten wie Darlehensgewährung bestehen. Der Beitrag untersucht daher das Power-Kriterium des Control-Konzepts im Kontext faktischer Abhängigkeiten in Lieferketten.

