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Kapitalistisches Wachstum als Rückenwind für den Aktienwert

Accounting for Value?SteuerrechtAndreas HaakerIRZ 2025, 57 - 62 Heft 2 v. 1.2.2025

Wachstum ist nicht nur ein Parameter mit dem Kürzel „g“ für „growth“ in der Aktienbewertung, sondern v.a. auch ein Kernproblem der Nationalökonomie und gilt als „eierlegende Wollmilchsau“ der verteilungsorientierten Wirtschaftspolitik. Hier sind aus Sicht der Aktienanalyse mindestens zwei Aspekte von Interesse: Die – wenngleich vielleicht „überzeichneten“ – Wachstumserwartungen von Unternehmen wie Nvidia und anderer US-Technologieunternehmen lassen sich empirisch sicher nicht mit der Wachstumsformel „g = (1 – Dividendenquote) x Eigenkapitalrentabilität“ erklären. Des Weiteren wachsen Länder unterschiedlich (und einige gar nicht oder sogar mit negativem Vorzeichen), wobei mehr kapitalistisch ausgeprägte Länder wie die USA stärker wachsen als eher sozialistische Regionen. Letzteres ist über das gesamtwirtschaftliche Wachstumspotenzial im jeweiligen Unternehmensumfeld wiederum für die Beurteilung von Wachstumsparametern einzelner Aktien und damit für die Aktienbewertung relevant, wobei Warren Buffett insofern immer auf den „American Tailwind“ gezählt hat, der zwar von Zeit zu Zeit abgeflaut, jedoch immer wieder neu aufgekommen sei.

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