Fragen rund um die Organhaftung sind in Wissenschaft und Praxis ein Dauerbrenner. Zu einem speziellen, aber praktisch bedeutsamen Thema ist jüngst eine Monographie erschienen, die zum Anlass genommen werden soll, die darin behandelte Problematik näher in den Blick zu nehmen. Unter dem Titel „Disponibilität der Organhaftung“ geht Fabian Spendel der Frage nach, inwieweit die Gesellschafter über Ansprüche der Gesellschaft gegenüber den Organmitgliedern im Vorhinein oder doch wenigstens im Nachhinein disponieren können. Die Monographie ist von beeindruckendem Umfang (1200 Seiten Text, knapp 4600 Fußnoten) und besticht durch akribische Aufarbeitung der historischen Grundlagen der einschlägigen Normen und außergewöhnlich umfassende Argumentation.

