Der Beitrag analysiert die Schenkung aus sittlicher Pflicht und aus Gründen des Anstands als Ausnahme von der erbrechtlichen Schenkungsanrechnung nach § 784 ABGB. Im 1. Teil wurden die dogmatischen Grundlagen und der objektive Beurteilungsmaßstab für das Vorliegen solcher Schenkungen systematisch aufgearbeitet. Zudem werden die Relevanz des Parteiwillens nach dem ErbRÄG 2015 sowie die wertmäßige Aufspaltung überschießender Zuwendungen diskutiert. Im 2. Teil folgen nun eine Untersuchung der Rechtsnatur und der Frage der Formpflicht derartiger Schenkungen.

