IFRS 18 bringt eine grundlegend neue Struktur der Erfolgsberichterstattung und erhöht durch klar definierte Tätigkeitskategorien und verpflichtende Zwischensummen die Vergleichbarkeit von Unternehmensabschlüssen. Gleichzeitig integriert der Standard mit den Management Defined Performance Measures (MPMs) erstmals jene bereinigten Leistungskennzahlen in den IFRS-Abschluss, die das Management tatsächlich zur Steuerung verwendet und außerhalb des Abschlusses kommuniziert. Beides stärkt Transparenz und Nachvollziehbarkeit gegenüber Bilanzadressaten und reduziert bisherige Interpretationsspielräume. Für Unternehmen bringt IFRS 18 einen erheblichen Anpassungsaufwand und verlangt frühzeitige Planung, Governance sowie interne und externe Abstimmungen der neuen Berichtsstruktur. Gleichzeitig ergibt sich die Chance, die Kapitalmarktkommunikation nachhaltig zu professionalisieren.

