Die bilanzielle Beurteilung von Strombezugsverträgen reicht von der "einfachen" Bilanzierung als schwebender Bezugsvertrag über Leasing der erneuerbaren Produktionsanlagen und der Behandlung als Derivat bis hin zur Fragestellung, ob diese Anlage zu konsolidieren ist. Insbesondere die Abgrenzung zwischen Finanzinstrument und Verträgen, die der Eigenverbrauchsausnahme (Own-use-exemption) unterliegen, hat den Standardsetter für IFRS dazu bewogen, die Standards IFRS 9 und IFRS 7 um spezifische Regelungen zu "Contracts Referencing Nature-dependent Electricity" zu erweitern und damit einen Rahmen für die Bilanzierung dieser Verträge zu schaffen. Der Beitrag analysiert die Bilanzierung von Power Purchase Agreements im UGB unter Berücksichtigung der Implikationen der angeführten Anpassung in den IFRS-Standards.

