Nachhaltigkeit ist und bleibt ein Fokusthema bei aktuellen Entwicklungen in der Politik und Berichterstattungsregulatorik. Mit den im Sommer von der Europäischen Kommission veröffentlichten Delegated Acts zu den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sind die Entwicklungen höchst aktuell. In Verbindung mit der CSRD wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung damit ähnlich formell reguliert und im Zeitablauf auch prüfungspflichtig wie die Finanzberichterstattung. Damit gewinnt auch die Konnektivität zwischen unterschiedlichen Teilen der Unternehmensberichterstattung stetig an Bedeutung. Die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgezeigten nicht-finanziellen Risiken und Chancen müssen somit auch auf ihre finanziellen Auswirkungen in der Finanzberichterstattung hin gewürdigt werden. So können Klimarisiken einen wesentlichen Einfluss auf Abschlussposten haben und müssen in diesem Fall auch im IFRS-Abschluss berichtet werden. Aufbauend auf dem Artikel "Klimarisiken im IFRS-Abschluss", der in der DJA 2/2023 veröffentlicht wurde und die theoretischen und regulatorischen Aspekte über Klimarisiken im IFRS-Abschluss analysiert hat, (FN ) wird in diesem Beitrag der aktuelle Stand der praktischen Umsetzung in der Finanzberichterstattung österreichischer Unternehmen untersucht. Dabei wurden die Finanzberichte 2022 der 20 im ATX der Wiener Börse gelisteten Unternehmen auf ihre Berichterstattung zu Klimarisiken im IFRS-Abschluss analysiert. Bei abweichenden Stichtagen wurde der jeweils letzte veröffentlichte Abschluss herangezogen.

