Der Mann kennt die Stadt von unten. Kabeltrassen aus den 1970er Jahren, Trafostationen, die zu klein geworden sind, und Gasleitungen, die in wenigen Jahren Geschichte sein sollen. Wenn der mit Jahresende in den Ruhestand tretende Geschäftsführer der Wiener Netze, Thomas Maderbacher, dieser Tage sein Büro in Wien-Simmering räumt, hinterlässt er kein fertiges Werk, sondern eine Dauerbaustelle. Das liegt freilich in der Natur der Sache. Der neue, Thomas Angerer, übernimmt ein Netz, das gleichzeitig stabil bleiben und sich doch radikal verändern muss.

