Dezentrale Controller stehen heute häufig in einem Spannungsfeld, wenn es darum geht, den Geschäftsbereich, in dem sie tätig sind, möglichst positiv darzustellen oder durch geschickte Gestaltung der Analysen möglichst viel Spielraum in den Budgets auszuhandeln. Die Unternehmensleitung wünscht sich nämlich demgegenüber möglichst ehrliche und ungeschminkte Berichte über die Geschäftslage und Planungen in dezentralen Bereichen. Gerade wenn Controller sich als Sparringspartner und betriebswirtschaftlicher Berater für das Bereichsmanagement platzieren, ist die Gefahr groß, dass sie dann die Grenze zulässiger Ermessens- und Kommunikationsspielräume überschreiten und die Weitergabe „geschönter“ Zahlen decken oder sogar unterstützen.

