vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Unerwartete Beziehungen von Politik und Rechnungslegung

Corporate FinanceSteuerrechtRoland Königsgruber, David WindischCFO-aktuell 2013, 4 - 5 Heft 1 v. 15.1.2013

Ein wesentlicher Teil der akademischen Literatur zur externen Rechnungslegung befasst sich mit der Frage nach den Determinanten der bewussten Steuerung von Ergebnisgrößen durch die Unternehmensführung – etwa dem Ausweis stetiger Gewinne, möglichst hoher bzw. unter Umständen auch möglichst niedriger Gewinne etc. Üblicherweise wird diese Form der Einflussnahme mit „earnings management“ bezeichnet, einem Begriff, der sich nur unvollkommen auf Deutsch wiedergeben lässt: So ist Bilanzmanipulation sicherlich ein zu starker Begriff, da earnings management durchaus auch eine legitime – aber eben bewusste, zielgerichtete und nicht neutrale – Ausübung von Wahlrechten und Nutzung von Ermessensspielräumen beinhaltet. Andererseits hat auch das Wort Bilanzpolitik nicht ganz dieselbe Bedeutung, da dieser Begriff nicht notwendigerweise beinhaltet, dass Bilanzadressaten bewusst in eine bestimmte Richtung der Interpretation geleitet werden sollen, was bei earnings management sehr wohl im Vordergrund steht.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!