Schon in den allerersten Stunden einer einführenden Controlling-Vorlesung wird man an Hochschulen damit vertraut gemacht: „Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt.“ Dieser – dem großem antiken Mathematiker Archimedes zugeschriebene – Satz wird somit oftmals (explizit oder implizit) zu einer Maxime des modernen, leistungsorientierten Controllings gemacht. Konkret werden Leistungsindikatoren für die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Betrieben entwickelt, wobei zunehmend auch Aspekte der Nachhaltigkeit in die Analyse einfließen. Für diese Leistungsindikatoren werden dann typischerweise Vergangenheitswerte (re-)konstruiert, um zu in der Zukunft zu erreichenden Zielwerten zu gelangen. Dienen die Messgrößen der Messung des Erreichens strategischer Ziele und werden im Anschluss an die Festlegung der Zielwerte auch noch Maßnahmen definiert, so kommt man dem Kernstück einer Balanced Scorecard schon sehr nahe.

