vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Ressourcenoptimiertes und terminorientiertes Arbeiten

FachartikelSteuerrechtMarkus Kapeller, Kurt Hechenblaickner, Frank Luleibau-aktuell 2024, 110 - 114 Heft 3 v. 15.5.2024

Im derzeitigen System der Auftragsvergabe in Österreich (vorrangig über den günstigsten Preis) wird jeder Bieter seine Kombination aus Ressourcen und Ausführungszeit so wählen, dass er im Wett­bewerb nach Möglichkeit als Sieger hervorgeht. Die Optimierung der Ressourcen, abgestimmt auf die zur Verfügung stehende Zeit, führt immer zur Zielsetzung eines ressourcenoptimierten Arbeitens. Während der Ausführungsphase und ohne Eingriff von außen versucht jeder Auftragnehmer, die Disposition der Ressourcen weiter zu optimieren, um diese so wirtschaftlich wie möglich einsetzen zu können. Die grundsätzliche Zielsetzung des ausführenden Unternehmers liegt demnach weiterhin darin, in der vorgegebenen Bauzeit die geforderte Qualität so ressourcenoptimiert wie möglich zu erbringen. Im Verlauf der Ausführungsphase kann es aber zu einer Änderung dieser Zielsetzung kommen (zB wenn es bei knapper Bauzeit zu Verzögerungen kommt, der Endtermin aber jedenfalls eingehalten werden soll, sei es auf Wunsch des Auftraggebers oder wegen hoher Pönalen, wenn die Verzögerung dem Auftragnehmer zuzurechnen ist). Eine solche Fertigstellung der Arbeiten zu einem bestimmten Termin um jeden Preis („Koste es, was es wolle!“) bedeutet ein Abweichen vom ressourcenoptimierten Arbeiten hin zum terminorientierten Arbeiten. Die Mehraufwendungen dafür gehen weit über die in der Literatur bekannten Darstellungen von Kosten in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Zeit hinaus. Der gegenständliche Beitrag befasst sich mit den Unterschieden zwischen den beiden Zielsetzungen und deren Auswirkungen auf die Kosten.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!