Im Zuge der Corona-Pandemie schrumpfte die Wirtschaftsleistung Österreichs im Jahr 2020 um einen Rekordwert von 6,7 %. Umsatzeinbrüche in knapp zweistelliger Größe bei den untersuchten ATX-Prime-Unternehmen und eine stark rückläufige EBITDA waren die Folge. Das führte zu Kurzarbeit und Personalabbau. Die administrativen Gesamtkosten auf höchster Führungsebene steigen hingegen mit der zunehmenden Digitalisierung und der brisanten ESG-Thematik. Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Pro-Kopf-Vergütungen der Vorstände im Vergleich zu den Personalkosten überproportional rückläufig. Noch stärker ist das bei den CEOs zu beobachten, was jedoch ua auch auf Effekte zunehmender Generations- und Führungswechsel an der Spitze der Unternehmen zurückzuführen ist. Demografische Alterung, zunehmende Ruhestände und Todesfälle sind bei den Aufsichtsräten zu beobachten, deren Einkommen mit zunehmender Bürokratie (ESG-Richtlinien, Datenschutz etc) und strategischer Verantwortung in der jüngsten turbulenten Phase anstieg.

