außerordentliche Revision zurückgewiesen
Aus der Begründung:
Nach ständiger Rechtsprechung können Mängel des Verfahrens erster Instanz, die vom Berufungsgericht verneint wurden, in der Revision nicht mehr geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0042963), weshalb es dem Revisionswerber verwehrt ist, die vom Berufungsgericht mit ausführlicher Begründung gebilligte Nichterledigung seines erstinstanzlichen Beweisantrags neuerlich zu rügen. Darüber hinaus bekämpft er mit seinen Ausführungen zur mangelnden Identität des untersuchten Reifens mit dem bei der Montage explodierten Reifen in unzulässiger Weise die Beweiswürdigung der Vorinstanzen. Entgegen dem Vorbringen in der Revision haben die Vorinstanzen die Beweislastverteilung nicht verkannt, muss doch auch im Bereich des PHG der Kläger nach den allgemeinen Regeln des zivilgerichtlichen Verfahrens den Beweis des Schadenseintritts und dessen Verursachung durch einen Produktfehler erbringen (Posch in Schwimann ABGB2, Rz 1 zu § 7 PHG). Von der in § 7 PHG angeordneten Beweislastumkehr sind in den Fällen des § 7 PHG bloß die Behauptungen des Beklagten umfasst, die Sache nicht in Verkehr gebracht, nicht als Unternehmer gehandelt zu haben, oder dass die Sache ursprünglich schadensfrei gewesen sei, ein.

