Gem § 9 Abs 10 erster Satz KStG muss die Unternehmensgruppe für einen Zeitraum von
mindestens drei Jahren bestehen. Der Gesetzgeber hat die Voraussetzung der Mindestdauer zum Zwecke der Missbrauchsbekämpfung vorgesehen:
„Um <i>Vock</i> in <i>Lachmayer/Strimitzer/Vock</i> (Hrsg), Die Körperschaftsteuer – KStG 1988 (36. Lfg 2022) 11. Mindestdauer der Unternehmensgruppe (§ 9 Abs 10 KStG), Seite 341 Seite 341
unerwünschte Gestaltungen hintanzuhalten, sollen die steuerlichen Wirkungen der Gruppenbildung bleibend nur dann gegeben sein, wenn diese durch einen Zeitraum von drei – insgesamt sechsunddreißig Monate umfassende – Wirtschaftsjahre durch Ergebniszurechnung wirksam wird.“ (EB zum StRefG 2005,
ErläutRV 451 BlgNR 22. GP 29; ebenso KStR 2013 Rz 1593; vgl dazu auch
Achatz/
Pichler/
Stockinger in
Q/
A/
H/
T/
T § 9 Abs 10 Tz 1 f;
Mayr, UFS 1/2005, 6;
Urtz in
A/
K § 9 Tz 584;
Hebenstreit/
Patloch, ÖStZ 18/2014/741, 464 [467]). Auch in der Judikatur des UFS und des VwGH wird ausdrücklich auf den Sinn und Zweck des § 9 Abs 10 KStG,
unerwünschte Gestaltungen hintanzuhalten, Bezug genommen (UFS 17. 11. 2009, RV/0197-F/09; UFS 7. 12. 2010, RV/1176-W/10 und RV/1224-W/10;
Renner, ecolex 3/2011, 267; VwGH 18. 10. 2012, 2009/15/0214; dazu
Pinetz, ecolex 4/2013/149, 375 und
Lehner/
Zehetner, GES 3/2013, 150). Die Dreijahresfrist als unverrückbare Mindestbestandsdauer gewährleistet durch ihre mehrjährige strukturkonservierende Bindung, dass die Gruppenbesteuerung nicht für kurzfristige Gestaltungsüberlegungen eingesetzt wird
(Sutter, ÖStZ 6/2013/224, 121 [123]).