Dass die digitale Transformation eine grundlegende Herausforderung für das Recht ist, hat sich am Ende des zweiten Jahrzehnts unseres Jahrtausends inzwischen herumgesprochen. Weit über eine punktuelle Effizienzsteigerung hinaus geht es schon jetzt um die Optimierung ganzer Prozessabläufe, mehr als das: die Zuordnung und Kontrolle von Aufgaben und ihren Abläufen.1 Die damit einhergehenden Chancen und Risiken sind mannigfaltig. Auf der Positivseite reichen sie von Arbeitserleichterungen über ein Freisetzen von Ressourcen für das „High-End-Geschäft“ bis hin zu allseitigen Kostenersparnissen. Auf der Negativseite stehen neben wachsendem Konkurrenzdruck objektive Begrenzungen, und zwar faktischer wie normativer Art. Aber auch ein unzureichender Diskurs und mangelnde Kontrolle bergen erhebliche Gefahrenpotenziale.2
