vorheriges Dokument
nächstes Dokument

5. These 5: Nichtjuristische Kenntnisse werden vermehrt als USP gelten

Mascello3. AuflMärz 2019

Einkauf

Rechtsabteilung

10
Die Juristen konnten sich bisher – etwas überspitzt formuliert – auf ihre Rolle als „Hüter des juristischen Wissensmonopols“ und die juristisch-fachlichen Kenntnisse beschränken, das geltende Recht beschreiben und generische Rechtsauskünfte erteilen. Diese Rolle hat sich mittlerweile aus verschiedenen Gründen in Richtung eines Geschäftspartners mit juristischem Hintergrund (Rechtsmanager) verändert. Es reicht also nicht mehr aus, ein – selbst guter – Jurist zu sein. Juristisches Wissen ist heute breit verfügbar und einfach zugänglich geworden – früher noch durch das große Angebot von Selbsthilfeliteratur für Alltagsfragen (u. a. im Familien-, Erb-, Arbeitsrecht), heute mit dem Internet auch noch umfassender, schneller und kostengünstiger. Durch diese Erleichterung ist ein Kunde nicht mehr zwingend auf Juristen angewiesen. Vor allem erfolgt der Einkauf juristischer Dienstleistungen in Unternehmen durch die Rechtsabteilung, also fachlich informierte Personen. Juristen werden ihr Angebot deshalb nicht nur in die Tiefe (Stichwort: juristische Spezialisierung), sondern vielmehr in die Breite erweitern bzw. anreichern müssen (T-Form), um weiter bestehen und die steigende Komplexität des Kunden besser bedienen zu können. Den Mehrwert werden jene Juristen generieren, die die juristischen Arbeiten in den weiteren Kontext beim Kunden einpflegen können.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!

Stichworte