Über den Grundsatz der Beitragsgerechtigkeit führen freilich alle Maßnahmen, die den Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern im Berufsleben verringern, direkt auch zu einer Verbesserung der geschlechtsspezifischen Pensionslücke. Sie setzen ex ante vor Pensionseintritt an:39Fördermaßnahmen in der Arbeitswelt wirken sich daher stets zweifach aus, nicht nur in der Zeit der aktiven Erwerbstätigkeit, sondern daran anschließend auch in der Zeit des passiven Ruhestandes. Weil gerade die Teilzeitbeschäftigungen, die überwiegend von Frauen in Anspruch genommen werden, den Einkommensunterschied begründen, sind Ansatzpunkte im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch am effektivsten. So ist etwa zu erwarten, dass ein Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen, auch an den Randzeiten und am Wochenende, kindererziehenden und deshalb auch teilzeitbeschäftigten Frauen es erlaubt, ihr Beschäftigungsausmaß zu erhöhen.40 Denn stehen keine Aufsichtspersonen für Kinder zur Verfügung, sind insb Frauen gedrängt, Beschäftigungsverhältnisse in geringerem Umfang zu begründen.

