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III. Sog. Laval-Quartett und seine Folgen (Fuchs/Marhold/Friedrichl)

Fuchs/Marhold/Friedrichl7. AuflJuni 2025

Die Wirkung der unternehmensbezogenen Grundfreiheiten (Niederlassungs-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrsfreiheit) auf das nationale Arbeitsrecht hat der EuGH durch seine Entscheidungen massiv gesteigert.9999Vgl. für die Ausführungen in diesem Abschnitt bereits Schubert RdA 2024, 282 (285). In den als Laval-Quartett bezeichneten vier Entscheidungen in den Rs.

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Viking, Laval, Rüffert und Kommission/Luxemburg zogen die Grundfreiheiten der Tarifautonomie, Arbeitskampfmaßnahmen und der Vergabe öffentlicher Aufträge Grenzen, sofern Unternehmen aus dem EU-Ausland diskriminiert oder unangemessen beschränkt wurden.100100Siehe EuGH 11.12.2007 – C-438/05, NZA 2008, 124 – Viking; 18.12.2007 – C-341/05, NZA 2008, 159 – Laval; 3.4.2008 – C-346/06, NZA 2008, 537 – Rüffert; 19.6.2008 – C-319/06, NZA 2008, 865 – Kommission/Luxemburg. Kollektive Maßnahmen für die Aufrechterhaltung der Arbeitsbedingungen bei der grenzüberschreitenden Sitzverlegung von Unternehmen müssen danach die sozialen Belange der Arbeitnehmer in den Grenzen der Verhältnismäßigkeit verfolgen.101101EuGH 11.12.2007 – C-438/05 Rn. 44 ff., NZA 2008, 124 – Viking; 18.12.2007 – C-341/05 Rn. 90 ff., NZA 2008, 159 – Laval. Zudem wurde die Zulässigkeit von vergaberechtlichen Mindestarbeitsbedingungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge beschränkt.102102EuGH 3.4.2008 – C-346/06 Rn. 21 ff., NZA 2008, 537 – Rüffert; 19.6.2008 – C-319/06 Rn. 116 ff., NZA 2008, 865 – Kommission/Luxemburg.

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