VwGH 2007/05/0195

VwGH2007/05/019529.1.2008

Rechtssatz

Wenn keine Bebauungspläne oder Teilbebauungspläne bzw. Bebauungsrichtlinien vorliegen, ist bei der Ermittlung der zulässigen Gebäudehöhe gemäß § 5 Abs. 1 Bgld BauG 1997 das Ortsbild und auch der vorhandene Baubestand zu berücksichtigen. Gemäß § 5 Abs. 3 Bgld BauG 1997 bei der Beurteilung einer Abweichung von der festgesetzten Bebauungsweise jedenfalls auch der Anrainerschutz zu beachten. Einem Nachbarn kommt daher im Sinne des § 21 Abs. 2 und 4 Bgld BauG 1997 ein subjektives öffentliches Recht auf Einhaltung der Gebäudehöhe insoweit zu, dass sich dieses Bauvorhaben in das Ortsbild, soweit es die Gebäudehöhe betrifft, derart einfügt, dass ihr Nachbargrundstück nicht beeinträchtigt wird (Hinweis auf die hg. Erkenntnisse vom 31. Jänner 2006, Zl. 2005/05/0259, und vom 27. April 1999, Zl. 98/05/0246).

L37151 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag — Burgenland — L82000 Bauordnung — L82001 Bauordnung Burgenland — Nachbarrecht Nachbar Anrainer Grundnachbar subjektiv-öffentliche Rechte — Gebäudehöhe BauRallg5/1/5 Besondere Rechtsgebiete Baurecht Nachbar

 

Normen

AVG §8;
BauG Bgld 1997 §21 Abs2;
BauG Bgld 1997 §21 Abs4;
BauG Bgld 1997 §3 Z4;
BauG Bgld 1997 §5 Abs1;
BauG Bgld 1997 §5 Abs3;
BauRallg;
VwGG §42 Abs2 Z1;

Dokumentnummer

JWR_2007050195_20080129X09

Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)

Stichworte